Die Reiseroute


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Sonntag, 29. Mai 2011

Volcán Barú

Señoritas, Señores y pan alemán (*),

gestern schnuerten wir wie angekuendigt unsere Wanderschuhe, schnallten die Rucksaecke auf und machten uns auf, den Gipfel des Vulkans Barú zu erstuermen.

Der Barú liegt ein paar Kilometer nordwestlich unseres derzeitigen Aufenthaltortes Boquete und ist mit einer Hoehe von 3474 Metern die hoechste Erhebung Panamas (und nebenbei der einzige Vulkan Panamas). Da wie erwaehnt die Nachmittage in Boquete verregnet waren, sah unser Plan wie folgt aus: Vormittags wollten wir den Vulkan besteigen, etwas unterhalb des Gipfels zelten und dann puenktlich zum Sonnenaufgang die letzten Meter in Angriff nehmen, da zu dieser Zeit die Sicht am besten ist.

Soweit der Plan. Doch das Verhaengnis nahm mit dem vorbereitenden Einkauf der Lebensmittel seinen Lauf, aber dazu spaeter mehr. Der Aufstieg, bei dem man auf 13,5 km ueber 1400m Hoehe ueberwindet, dauerte dank des Gepaecks (Zelt, Schlafsaecke, Ballasttiegel, Wasser und Lebensmittel) laenger als gedacht.

In einem geschuetzten Hain 1 km unterhalb des Gipfels schlugen wir schliesslich unser Zelt auf und bezogen es puenktlich beim Fall der ersten Rebentropfen Regentropfen. Doch als wir die fuer das Abendessen gekauften Konserven auspackten, stellten wir fest in welch misslicher Lage wir uns befanden: Von den Dosen sprang uns foermlich das Wort Fijoles an - wir hatten Bohnen gekauft! Zwei Leute in einem Zelt und als Essen Bohnen - welch eine fatale Zwickmuehle: Entweder Verhungern oder Ersti(n)cken hiess unser trauriges Los. Wir entschieden uns fuer die zweite Variante und ueberlebten die Nacht ueberraschenderweise (wenn auch nur knapp).






















Frueh morgens um 5 Uhr klingelte der Wecker und wir beschlossen, ein paar schicke Fotos des Gipfels am naechsten Buedchen zu kaufen (siehe naechste Aufnahmen).











































Leider befand sich das Buedchen auf dem Gipfel und so machten wir dort noch ein paar Bilder mit der obligatorischen Flagge, die dort jeder Besucher gereicht kriegt.

Das wir beim Abstieg doch wieder in den stroemenden Regen gerieten, der dort oben viel frueher einsetzte als im Tal, sei wohlweislich verschwiegen. Unsere Blessuren wollen wir in den kommenden Tagen auf den Bocas del Toro (einer karibischen Inselgruppe) auskurieren.

Dreimol Koelle Alaaf!
Thomas und Georg


(*) Brot. Richtiges Brot. Etwas, was wir hier sehr vermissen.

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