¡Hola!
Mit zitternden Fingern, untertassengrossen Augen und reichlich Koffein im Blut tippen wir muehsam diese Zeilen. Wie ihr euch sicher schon denken koennt, haben wir heute eine Kaffeeplantage besucht. Auf panamanesichen Kaffeeplantagen werden traditionell keine Einheimischen, sondern ausschliesslich Touristen ausgebeutet. Diese ueberstehen die unvorstellbaren Strapazen der Zwangsarbeit nur durch uebermaessigen Kaffeegenuss.
Auf der Hinfahrt, zusammen mit Wolfgang aus Stuttgart und Milena aus Kolumbien, koennen wir noch lachen. Nach der Ankunft zeigt uns kurz die Kaffeeplanzen, Beeren und Blueten, und dann geht es an die Ernte. Nach 5 Stunden koennen wir schweissueberstroemt, aber stolz die gemeinsame Ernte praesentieren: 3, in Worten drei, Kaffeebeeren!
Die weissen Bohnen (siehe Foto weiter unten) sind keine Erdnuesse, sondern getrocknete und in Handarbeit ausgelesene Bohnen, um die sich nur noch eine Pergamenthaut befindet. Die gruenen Bohnen (naechstes Bild), die gerade von einem erfahrenen Kaffeeroester einer letzten Qualitaetskontrolle unterzogen werden, sind bereit fuer das Roesten.
Bei der Optimierung des Roestvorgangs (helle "amerikanische", mittlere "franzoesische" und dunkle "italienische" Roestung) koennen wir all unsere Erfahrung einbringen, worauf die staunenden Panamanesen in spontanen Jubel ausbrechen. Die Ernte und die panamanesische Kaffeekultur ist gerettet!
Denkt bei eurem naechsten Kaffeekauf also daran, zum fair gehandelten "Thomas y Jorge primera cosecha cafe: ¡El cafe que grita Alaaf!" zu greifen, ihr werdet diese unvergleichliche Geschmacksexplosion nicht vergessen!
Tomás y Jorge
Warum habt ihr auf den Bildern weder ein Monokel, noch eine Reitgerte oder eine Pickelhaube an?
AntwortenLöschenSagt mal ernsthaft, tritt man so etwa als seriöser Kolonialherr auf? Barfuß und mit kurzer Hose?
Ihr solltet euch was schämen!
Und macht gefälligst auch den ein oder anderen Bericht über Slumtourismus!